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02/01/2026 • 11:42

Jahresrückblick 2025 − Bilanz

Personal: 1.200 junge Frauen und Männer begannen mit der Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier, was den positiven Trend von 2024 fortsetzt. Im Bereich der Zivilbediensteten gab es eine Aufnahme von 700. Die Zahl der freiwilligen Austritte war im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 rückläufig.

Inlandseinsätze: Im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Einsatzes/Migration wurden durchschnittlich 505 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt, die in Summe 168.770 Personentage leisteten. Bei der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien wurden durchschnittlich 100 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt − 33.402 Personentage. In Summe leistete das ÖBH circa 202.172 Personentage und griff 2.114 hilfesuchende Fremde auf. Hervorzuheben ist die Verlängerung der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien, mit aktuell bis zu 100 Soldatinnen und Soldaten, bis vorerst Ende März 2026. Dazu wurden circa 3.076 Personentage im Assistenzeinsatz/in der Katastrophenhilfe geleistet, schwergewichtsmäßig bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche.

Auslandseinsätze: Aktuell befinden sich knapp 600 Soldatinnen und Soldaten in 17 Missionen im Auslandseinsatz, darunter 25 Frauen. Die größten Kontingente befinden sich im Kosovo bei KFOR (157), in Bosnien und Herzegowina bei EUFOR (194) sowie im Libanon bei UNIFIL (164). Zusätzlich wurden an die 500 Soldatinnen und Soldaten für den Einsatz im Rahmen der EU-Battle-Group 2025 ausgebildet und vorbereitet sowie etwa 200 als Verstärkungskräfte für einen Einsatz am Balkan bereitgehalten. Eine Besonderheit war die Entsendung eines Kontingents des ABC-Abwehr-Zentrums in die Slowakei zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche mit durchschnittlich 85 Personen.

Luftstreitkräfte: Über 13.500 Flugstunden wurden durch die Luftstreitkräfte geflogen. Die Luftraumsicherungsoperation für das Weltwirtschaftsforum in Davos war der Höhepunkte der fliegerischen Einsätze. Erwähnenswert ist der Assistenzeinsatz zur Waldbrandbekämpfung im Raum Eisenerz und Roßkopf mit 42 Flugstunden sowie die Evakuierung von 62 Personen im Raum Gschnitz/Tirol aufgrund eines Murenabgangs. Im Rahmen der Modernisierung der Hubschrauberflotte ist der elfte (von 36) AW169 „Lion“ in Österreich gelandet. Die Umschulung der Einsatzpiloten der „Allouette“ III auf die Luftfahrzeugtype AW169 ist mittlerweile abgeschlossen und mit der Umschulung der O58-Militärpiloten wurde begonnen.

Beschaffungen: Die wesentlichen Beschaffungen 2025 waren die zwölf Advanced Jet Trainer & Fighter Attack im Auftragsvolumen von 1.500 Mio. € und 315 unbemannte militärische Luftfahrzeuge.

Weitere Großvorhaben waren:

- Erweiterung der Fahrzeugflotte: 80 IVECO-Gruppentransportfahrzeuge, ca. 35 Mio. €

- Gefechtsanzug ca. 44 Mio. €

- Das Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar ca. 140 Mio. €

- Drohnenabwehrbatterie ca. 200 Mio. €

Militärische Infrastruktur: Im Kalenderjahr 2025 flossen etwa 426 Millionen Euro in Infrastrukturinvestitionen, Instandhaltungen, Wartungen, Reinigungen, Energiebezüge und Mieten. Dabei wurden rund 700 Projekte sowie zahlreiche Kleinbauvorhaben realisiert. Etwa die Hälfte der Projekte stehen in einem direkten Zusammenhang mit der „Mission Vorwärts“ und dem „Aufbauplan ÖBH2032+“. Die zweite Hälfte floss in dringende Instandsetzungsmaßnahmen, Generalsanierungen, behördliche Auflagen und technische Erfordernisse.

Weitere Budgets wurden für die Bereiche Autarkie und Barrierefreiheit verwendet. Mit der Einführung von modernen Soldatenfunkgeräten, der Implementierung und dem weiteren Ausbau des Tactical Communication Network und dem Battlefield Management System ist der Technologiefortschritt auch in diesem Bereich im Bundesheer angekommen.

Entminungsdienst: Bei 1.058 Einsätzen barg und entschärfte der Entminungsdienst etwa 28,5 Tonnen Kriegsmaterial.

Cyber Defence: Ressorteigene KI-Services wurden implementiert und trainiert, sodass KI-gestütztes Arbeiten künftig auch im gesicherten Netz des Verteidigungsressorts für alle Anwender möglich sein wird. Mit dem Projekt LEO2VLEO wird die Kommunikation und Navigation in höhere Sphären gebracht. Gemeinsam mit den Niederlanden wurde ein Projekt erarbeitet, das im Jahr 2026 mit eigenen Satelliten im Orbit realisiert wird. Die neu entwickelten Fähigkeiten werden in enger Zusammenarbeit in den Bereichen Informationsoperationen und Cognitive Counter Warfare im Rahmen internationaler Zusammenarbeit, speziell mit der National Guard Vermont und dem DACH-Verbund, geprüft, evaluiert und weiterentwickelt.