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10/08/2026 • 10:26

12 Tonnen Kriegsrelikte seit Jahresbeginn geräumt

Auch Jahrzehnte nach Ende der Weltkriege geht von Munition und Blindgängern im Boden eine erhebliche Gefahr aus. Das belegen die aktuellen Bilanzzahlen des Entminungsdienstes (EMD) für die ersten sieben Monate des Jahres 2026: Von Jänner bis Ende Juli gingen bei der Spezialeinheit insgesamt 624 Fund- und Wahrnehmungsmeldungen ein. Allein der Monat Juli bildete mit 120 Einsätzen einen vorläufigen Höhepunkt. Insgesamt bargen, überprüften und vernichteten die Einsatzkräfte in diesem Zeitraum genau 12.803,05 Kilogramm – also weit über 12 Tonnen – gefährliches Kriegsmaterial.

Der regionale Schwerpunkt der Bergungen lag in Niederösterreich, wo die Experten im bisherigen Jahresverlauf zu 296 Einsätzen ausrückten – mit Spitzenwerten im März (61 Einsätze) und Juli (57 Einsätze). Auch in Oberösterreich war die Dienststelle intensiv gefordert und verzeichnete 88 Ausrückungen (davon 21 im Juni), dicht gefolgt von der Steiermark mit 77 Einsätzen (21 davon im Mai).

In Kärnten summierten sich die Einsätze auf 46 (mit einem Schwerpunkt von 18 Ausrückungen im Juli), während in Wien 35 Einsätze gezählt wurden. Im Burgenland rückte der EMD 34-mal aus, in Tirol 27-mal. Weniger Funde wurden aus Salzburg (14 Einsätze) und Vorarlberg (7 Einsätze) gemeldet. Der ertragreichste Einzelmonat bezüglich des Gewichtes war der Juli: In diesen vier Wochen entschärften die Spezialisten knapp drei Tonnen (2.973,41 kg) Munitions- und Sprengstofffundstücke