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08/08/2025 • 16:00
8. August ist Gedenktag für alle Widerstandskämpfer.
Gedenken an Robert Bernardis, jenen Offizier, der im militärischen Widerstand gegen das NS-Regime sein Leben für Freiheit und Menschlichkeit einsetzte.
Mit dem Traditionsnamen „Bernardis-Schmid“ würdigt das Bundesheer zwei Soldaten, die im militärischen Widerstand gegen das NS-Regime tätig waren und für ihre Haltung bleibende Vorbilder darstellen.
Robert Bernardis (1908 bis 1944) war Offizier und Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg. Ab 1942 war er im Allgemeinen Heeresamt in Berlin tätig und schloss sich dort dem militärischen Widerstand gegen das NS-Regime an. Als enger Vertrauter von Claus Schenk Graf von Stauffenberg war er maßgeblich an der Planung des Attentats vom 20. Juli 1944 beteiligt und übernahm im Bendlerblock aktiv Führungsverantwortung beim versuchten Umsturz. Am 8. August 1944 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Aufgrund seiner Haltung, seines Mutes und seines aktiven Widerstands gegen das Unrechtsregime wurde ihm der Traditionsname der Roßauer Kaserne zuerkannt; sein Todestag wurde durch die Ressortleitung auf Empfehlung der Militärhistorischen Denkmalkommission als Gedenktag der Kaserne festgelegt.
Die Vergabe von Traditionsnamen an Kasernen ist Ausdruck gelebter Traditionspflege im Bundesheer und verdeutlicht die bewusste Auseinandersetzung mit Geschichte und Verantwortung. Solche Benennungen sollen nach innen wie nach außen ein Zeichen setzen, welche Rolle die Streitkräfte in einer demokratisch pluralistischen Gesellschaft einnehmen. Sie erinnern zugleich an die Lehren der Vergangenheit und den hohen Anspruch, den der Dienst in der Republik an jede Soldatin und jeden Soldaten stellt.