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13/08/2025 • 11:23
Combat Ration: Entwicklung in der HLogS
Wir haben Sie gefragt, ob Sie schon einmal eine Combat Ration (CR) probiert haben. Der Großteil der befragten Bediensteten beantwortete die Frage mit “Ja, schon öfter” (60%) oder “Ja, ein Mal” (8%). Knapp ein Viertel (24%) hat noch nie eine CR probiert und 8% wissen nicht, was eine CR ist.

Die CR ist die gefriergetrocknete Einsatzverpflegung, die auf eine lange Haltbarkeit von fünf Jahren und eine schnelle und unkomplizierte Zubereitung ausgelegt ist. Sie deckt den gesamten Tagesbedarf an Energie und Nährstoffen ab und sorgt so für eine verlässliche Versorgung im Einsatz. Durch die kompakte Verpackung ergibt sich ein großer Vorteil in der Logistik und Einsatzplanung.
Die Entwicklungsküche der Heereslogistikschule (HLogS) setzt alles daran, die CR-Komponenten noch nahrhafter und schmackhafter zu machen. Ziel ist es, die Mahlzeiten abwechslungsreicher zu gestalten.
OR Georg Frisch, Hauptlehroffizier an der HLogS, erklärt: „Für die Soldaten selbst muss die Zubereitung im Einsatz einfach und schnell umsetzbar sein. Die CR ist konzipiert um Versorgungslücken zu überbrücken, bis eine reguläre Versorgung wieder sichergestellt ist. Und: Der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.“
Die Auswahl der Gerichte folgt einem klaren Prozess – von der Marktanalyse bis zur Verkostung. Frisch meint: „Wir wollen eine vielfältige Auswahl sicherstellen, die auch den unterschiedlichen persönlichen Bedürfnissen gerecht wird. Derzeit gibt es zwölf verschiedene Tagespakete. Um den religiösen Bedürfnissen gerecht zu werden, auch Pakete, die kein Schweinefleisch enthalten. Um die geschmackliche Vielfalt zu erweitern und um den persönlichen Bedürfnissen der Soldatinnen und Soldaten noch besser gerecht zu werden, gibt es ab sofort auch drei zusätzliche Tagespakete, die rein vegetarisch sind.“
Wie ein typischer Alltag in der Entwicklungsküche aussieht?
„Natürlich variiert der Ablauf je nach Art und Umfang des Projekts. Wir arbeiten sowohl an langfristigen Arbeitsaufträgen für eine nachhaltigere und gesündere Ernährung, wie beispielsweise dem Klimateller, als auch an konkreten Anfragen, etwa bestimmte Zutaten oder Convenienceprodukte zu testen, oder an kleineren Optimierungen, beispielsweise bei Rezeptanpassungen. Dennoch ähneln sich die grundlegenden Schritte stets: Zunächst sammeln wir Ideen, testen die Zutaten und prüfen sowohl Geschmack als auch Nährwert“, so Frisch.
Eine geschmackliche Überraschung für das Team der Entwicklungsküche war das Müsli, das sie zu einem Müsliriegel verarbeitet haben und das Schokopulver, das in einem Mousse au Chocolat verwendet wurde. Das Team der Entwicklungsküche meint zudem: „Bei unseren pikanten Gerichten sind uns der Nudelauflauf, die Kartoffellaibchen und die Spanische Reispfanne besonders gut gelungen.“