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06/03/2026 • 11:55
Weltfrauentag: So viele Frauen gibt es im ÖBH
Am Sonntag ist Weltfrauentag. Und wir stellen die Frage: Wie hoch ist eigentlich der Frauenanteil im Bundesheer? Heute gibt es im ÖBH insgesamt 868 Soldatinnen. Das entspricht einem Anteil von 5,81 Prozent. Deutlich mehr Frauen finden sich hingegen unter den Zivilbediensteten: Hier machen sie 31,06 Prozent aus. Der Gesamtfrauenanteil (Soldatinnen und Zivilbedienstete) beläuft sich auf 15,2 Prozent (Stand: Februar 2026).

Die Zahl der aktiven Soldatinnen ist innerhalb von zehn Jahren übrigens deutlich gestiegen: von 290 im Jahr 2015 auf über 650 im Jahr 2025. Auch die Zahl der freiwilligen Meldungen für den Ausbildungsdienst in Mannschafts- und Chargenfunktionen hat zugenommen: von 216 im Jahr 2024 auf 262 im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 20 Prozent innerhalb nur eines Jahres.
Veranstaltungen zum Weltfrauentag
Anlässlich des Weltfrauentags, der jährlich am 08. März gefeiert wird, hat das BMLV alle weiblichen Bediensteten sowie alle weiblichen Angehörigen der Miliz zu Veranstaltungen am 05. und 06. März in Wien und Salzburg eingeladen. Ziel dieser Veranstaltungen war die persönliche, berufliche und körperliche Fortbildung. Neben Kamingesprächen und Fachvorträgen wurden eine Körperzusammensetzungsmessung und ein Selbstverteidigungskurs angeboten. Die jährlich stattfindende Veranstaltung zum Weltfrauentag dient zudem der Vernetzung der Frauen im Ressort.

Bei der Rekrutierung und der Sichtbarkeit von Frauen im Soldatinnenberuf lassen sich kontinuierliche Erfolge feststellen: So wird etwa der Girls’ Day jährlich durchgeführt, um jungen Frauen ihre Karrieremöglichkeiten im Dienst der Landesverteidigung – ob zivil oder militärisch – aufzuzeigen. In Zusammenarbeit mit der „LEA Role Model Initiative“ werden darüber hinaus Frauen, die in ihren Bereichen bereits als Vorbilder wirken, verstärkt sichtbar gemacht. Ziel ist es, Mädchen in der Phase der Berufsorientierung authentische Einblicke in besondere Karrierewege zu ermöglichen. Bereits seit einiger Zeit ist die ranghöchste weibliche Soldatin, Generalmajor Sylvia Sperandio, Teil der Initiative; nun wird diese Plattform auf weitere Frauen mit besonderen Laufbahnen im Österreichischen Bundesheer ausgeweitet.
Förderangebote für Frauen im Bundesheer
Auch für Frauen, die bereits im Ressort tätig sind, bestehen Förderangebote auf unterschiedlichen Ebenen. So etwa auf militärischer Ebene das Soldatinnen-Mentoring, auf interministerieller Ebene das Cross-Mentoring zur Förderung des Zugangs von Frauen zu Spitzenfunktionen sowie auf intern ministerieller Ebene das Pilotprojekt „Führung weiblich gedacht“. Letzteres ist eine neue Initiative des BMLV als erster Schritt zur Stärkung weiblicher Führungskräfte.